Fakten über Vitamin D

 

Vitamin D wird vom Körper selbst gebildet, wenn er ausreichend Sonnenlicht (UVB-B-Strahlung) erhält. Es wird daher auch als Sonnenvitamin bezeichnet.  

Wird mehr Vitamin D gebildet, als aktuell benötigt wird, lagert der Körper es ein. Diese Depots werden dann in den lichtarmen Monaten, z.B. im Winter, geleert.
In Deutschland ist die körpereigene Produktion von Vitamin D im Vergleich zu anderen südlichen Ländern relativ gering. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage, sondern auch am Lebensstil. Viele Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen, sei es zu Hause, im Büro, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Auto, in Fitnessstudios (auch wenn draußen die Sonne scheint!) und ähnlichen Einrichtungen. Dadurch ist die Möglichkeit, sich UV-Strahlung auszusetzen, stark eingeschränkt. Es bleibt also nur der Sommerurlaub oder ein paar sonnige Wochenenden, um die Vitamin-D-Produktion in der Haut anzuregen.    

82 % der Männer und 91 % der Frauen liegen mit ihrer Vitamin-D-Zufuhr deutlich unter den empfohlenen Werten (Nationale Verzehrsstudie II, Bundesministerium für Ernährung).

Typische Symptome eines Vitamin-D-Mangels sind: Erschöpfung und Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen (vor allem Migräne), Muskel-, Knochen- und Gliederschmerzen, Haarausfall, usw. 

 

 

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D über die Nahrung ist utopisch

Man müsste täglich 80 Eier oder 1,5 kg Lachs essen, um die erforderliche Tagesdosis von 4000 IE zu erreichen. Das ist praktisch unmöglich, geschweige denn, die leeren Speicher wieder aufzufüllen.   

 

 

Vitamin D: ein echter Alleskönner!

 

Vitamin D, chemisch Calciferol genannt, ist eigentlich kein Vitamin, sondern ein fettlösliches Prohormon (inaktive Vorstufe von Hormonen). 
Vitamin D hat vielfältige und wichtige Aufgaben in unserem Körper. 

   Vitamin-D-Rezeptoren befinden sich auf jeder Zelle unseres Körpers, auch im Gehirn. Man kann also sagen, dass Vitamin D an ALLEN Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist. Man kann daher auch von einem Schlüsselhormon sprechen.

   Es trägt zur Muskelkraft, zur Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm (und deren Rückresorption durch die Nieren), zur Vorbeugung von Osteoporose und zur Aufrechterhaltung eines optimalen Immunsystems bei.  Es trägt zudem zur Integrität des Gewebes bei, insbesondere auf der Ebene der Darmwand. Es wirkt auf interzelluläre Verbindungen ein und schützt so vor dem Leaky-Gut-Syndrom. Es stimuliert die Produktion antimikrobieller Moleküle, indem es die zelluläre Transkription vieler Gene fördert und insbesondere das Renin-Angiotensin-System reguliert.

(Abbildung oben rechts: Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) ist eines der wichtigsten Regulationssysteme für die autonomen, kardiovaskulären und pulmonalen Funktionen bei Säugetieren. Es besteht aus einer Kaskade endokriner und enzymatischer Regulationsmechanismen. Es ist ein um die Niere herum organisiertes Hormonsystem, das zur Aufrechterhaltung der Natriumhomöostase (Gleichgewicht zwischen Na+ -Ionen und Wasser) beiträgt.) 

 

Prävention und Therapie mit Vitamin D

 

   Vitamin D kann Hunderte von Genen im menschlichen Genom aktivieren, bis zu mehr als 1000 Gene, wenn es unter idealen Bedingungen eingenommen wird: mindestens 50 ng Calcidiol/ml in Gegenwart von Zink und Magnesium in ausreichender Menge im Körper. Allerdings verfügen die Menschen hierzulande kaum über Vitamin-D-Speicher. 

Vitamin D eröffnet neue Perspektiven in der Prävention und Therapie verschiedener Erkrankungen. Bei chronischer Müdigkeit, Depressionen oder psychischen Erkrankungen sollte immer eine Bestimmung des 25-OH-Vitamin-D-Spiegels veranlasst werden. Gleiches gilt bei Anzeichen eines geschwächten Immunsystems, z.B. wenn eine Wunde nicht heilt oder bei wiederkehrenden Infekten.

Vitamin D sollte auch als möglicher therapeutischer Ansatz bei der Behandlung von Covid-19-assoziierten Pathologien sowie bei der Behandlung des Post-VAC-Syndroms in Betracht gezogen werden. (1)

(1) Quelle: SARS-CoV-2 & Covid-19: Key-Roles of the ‘Renin-Angiotensin’ System / Vitamin D Impacting Drug and Vaccine Developments | Bentham Science (eurekaselect.com

Was tun? 

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass ein Großteil der Bevölkerung in Mitteleuropa auf eine Substitution von Vitamin D angewiesen ist, um langfristig gesund zu bleiben. 

Die Tatsache, dass Vitamin D eine wichtige Rolle für die Gesundheit spielt, ist nach wie vor mehr oder weniger unbekannt, auch in der Ärzteschaft.   

Der Patient, der sich seiner Verantwortung für seine Gesundheit bewußt ist, muß für sich selbst Sorge tragen.

 

Wie kann ich meine Vitamin-D-Reserven testen?

1- Bei Ihrem/Ihrer Hausarzt/-in

2- Mit Hilfe eines Selbsttests (verschiedene Techniken mit unterschiedlicher Genauigkeit)

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Auf der folgenden Seite finden Sie einen kostenlosen Vitamin D-Bedarfsrechner, mit dem Sie Ihren Vitamin-D-Bedarf schnell und einfach selbst ermitteln können:

Vitamin D-Bedarfsrechner - SonnenAllianz

Wie kann ich meine Vitamin-D-Speicher auffüllen?

Sie fragen Ihren Hausarzt um Hilfe oder wenden sich an mich. 
Hier erhalten Sie Unterstützung und ausführliche Beratung zur Bestimmung Ihres Vitamin-D-Spiegels und zum Auffüllen Ihrer Vitamin-D-Speicher. 

 

Die Menge, die zum Auffüllen der Vitamin-D-Reserven benötigt wird, hängt vom aktuellen Zustand und vom Körpergewicht ab. 

 

 

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